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Der Brief - ein Film von Cajetan Jacob


Der Brief - ein Film von Cajetan JacobSynopsisAuszug aus Kurts Brief an ElsaBesetzungUmsetzung und InszenierungFilmemacherZahlen, Daten, FaktenDownloads

Synopsis

Elsa ist Jüdin. Ihr Mann Kurt ist Arier. In Wien hatten sie eine gemeinsame Firma. Die politische Situation hat sie auseinandergerissen. Elsa lebt zurzeit in einem modernen Appartement bei Verwandten in Prag und wartet auf Nachricht von ihrem geliebten Ehemann. Als der Brief endlich kommt, verändert er nicht nur ihr zukünftiges Leben, sondern stellt auch die gemeinsame Vergangenheit mit ihrem Mann in Frage. „Der Brief“ spielt vor realen, historischen Hintergründen und beschreibt das Schicksal einer Mischehe im so genannten Dritten Reich.

Auszug aus Kurts Brief an Elsa

Der Brief

Schriftentwurf: Andrea Pickl.

Liebe Elsa,

Was ich dir heute schreiben muss, geschieht allein aus den Zwängen der Zeit heraus. Andere Umstände würden mich dazu veranlassen, anders zu handeln und anders zu schreiben. Behalte dies in Gedanken und verurteile mich nicht vorschnell.

In den letzten Tagen stießen die Ereignisse in einer Geschwindigkeit aneinander, die selbst mich, der ich sonst für meinen kühlen Kopf berühmt bin, ratlos zurückließen. Ratlos! - Ich! Und gleichzeitig Herr über Maschinen und Arbeiter unserer gemeinsamen Firma! Du wirst erahnen wie es mir da ergangen ist. Deshalb – Verzeih mir auch das! – habe ich den Rat unseres Werkmeisters Karl Brandmayer einholen müssen, eines berüchtigten Nazis, ich weiß!

Ich weiß auch, wie sehr du ihn verachtest. Ist aber einmal Feuer am Dach, wird dabei nicht jede löschende Hand auch zur willkommenen Hand? Das wirst du doch einsehen müssen. Elsa, was er gesagt hat, hat mich tief betroffen gemacht, glaube mir, aber betroffener noch war ich davon, was er uns bei einer Zuwiderhandlung angekündigt hat. Nämlich Untergang, Enteignung. Schließung des gesamten Unternehmens. Entlassung und möglicherweise Gefängnis und das jetzt und unter all den neuen Verordnungen! Denk nur - vorige Woche – drei Tage nach Hitlers Einmarsch: Die erste Arbeitsniederlegung: Kameradengedenken. Dann: Inspektionen, Prüfung der Bücher, Entjudung der Arbeiterschaft. Du hörst richtig. So weit ist es gekommen.

Besetzung

Eva Allenbach 2011 - Foto: Bettina Hutterer

Eva Allenbach

Geboren und aufgewachsen in der Schweiz. Studium am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Eva Allenbach lebt in Rom und arbeitet dort als freie Schauspielerin in Film und Theaterproduktionen. Ihr Hauptrollen Debut gab sie als Therese in "Das Falsche Herz" von Cajetan Jacob.


Umsetzung und Inszenierung

  1. KAMMERSPIEL - Der Brief ist ein Kammerspiel, das auf verschiedenen Erzählebenen funktionieren wird. So erzählt er nicht nur von Gegenwart und Zukunft der Heldin, sondern auch von ihrer Vergangenheit und wie sie mit der Nachricht von ihrem Mann umgehen wird.
  2. VERSCHIEDENE EBENEN - Das ausgeklügelte Drehbuch wendet sämtliche filmische Mittel an um den Inhalt des Briefes so interessant wie möglich zu schildern. Sprach und Bildgestaltung verdichten sich zu einem außergewöhnlichen Filmerlebnis.
  3. HISTORISCHE DETAILS - Der Brief setzt auf ein ungewöhnlich modernes Setting und beschreibt das Lebensumfeld einer starken, modernen Frau, die sich mit damals zeitgenössischer Kunst umgibt.
  4. DAS THEMA FLUCHT - Der Film zeigt, wie schnell sich Türen auf einmal schließen können, vormals offene Wege unmöglich werden und das Stigma des Flüchtenden einen zum Menschen zweiter Klasse degradiert.

Filmemacher

Andrea Pickl am Set - Bild: Cajetan Jacobam Set: Cajetan Jacob - Bild: Andrea Pickl

Der Brief wird der erste gemeinsame Kurzfilm von Cajetan Jacob mit Andrea Pickl werden. Die Beiden haben sich intensiv mit Kunst und Lebensart der damaligen Zeit auseinandergesetzt. Mit der großartigen, Schweizer Schauspielerin Eva Allenbach wird eine alte Bekannte die Hauptrolle übernehmen!

Zahlen, Daten, Fakten

Der Brief | The Letter | Kostümfilm, Drama | ca. 8 Minuten | AT 2020 | Deutsch | SW | 16:9 Stereo | Auflösung: 4k | 10 Bit HD

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