Willkommen bei GRUPPE:filmkunst

 

 

 


 

  

HURENKARUSSELL
Vorproduktion

 

 

Vöcklabrucker Rundschau, 11. 07. 2007
Artikel:  
Abseits des Mainstream

 


GRUPPE:filmkunst ist spezialisiert auf historische Filme mit thematischem Verweis zur Gegenwart.

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Foto:GRUPPE:filmkunst

GRUPPE:filmkunst nennt sich die unabhängige Spielfilmproduktion, die seit 1999 diverse Filmprojekte realisiert hat. Die Filme haben als Schwerpunkt Stoffe, die um die Jahrhundertwende spielen und thematisch auf die Gegenwart verweisen. Die Entschleunigung der Bilder, dramatisches Licht und die Besinnung auf wenige, aber bewusst gewählte Einstellungen verbindet die GRUPPE:filmkunst eher mit den Anfängen des Kinos als mit dem Mainstream gegenwärtiger Filme.

»Wenig Sprache und bloßes Agieren stellen eine noch größere Herausforderung für die Schauspieler dar.« Bettina Hutterer

Die Gruppe formiert sich bei jedem Film neu, nur die drei Standardmitglieder bleiben gleich. Zu letzteren zählt Cajetan Jacob (28) aus Schörfling am Attersee. Er ist der geistige und künstlerische Urheber der Geschichten und zeichnet für Drehbuch, Regie und auch für Schnitt und Licht verantwortlich. Bettina Hutterer (27), ebenfalls in Schörfling wohnhaft, ist für die Produktion verantwortlich und das filmdesignmäßige Rückgrat von GRUPPE:filmkunst. Sie ist die Frau, die zwischen Flohmärkten und Antiquitätenläden hin und her zieht, Häuser fotografiert und Jugendstilbücher durchblättert.

Die Dritte im Bunde ist Irene Kepl (24) aus Ottensheim bei Linz. Die junge und vielseitige Musikerin, die am Brucknerkonservatorium ihren Abschluss als Violinistin gemacht hat, komponierte schon die Filmmusik zum ersten Filmprojekt der GRUPPE:filmkunst, dem Kammerspielfilm „Die Wirtin“ nach F. M. Dostojewski. Gleich nach Fertigstellung von „Die Wirtin“ begann die Gruppe mit den Arbeiten für den zweiten Film „Die Stimme“. Dieser wurde bewusst in Schwarz-Weiß gehalten, um Lichtgestaltung und Kontraste besser herausarbeiten zu können, und gewann beim Festival der Filmautoren in Linz in der Kategorie Bester Film und Beste Regie und war zudem der einzige österreichische Beitrag beim internationalen Filmfestival Eksperimento in Manila, Philippinen.

Im neuen Film „Hurenkarussell“ - der ersten Produktion in Farbe - spielt GRUPPE:filmkunst mit Vorurteilen, die heute noch aktuell und traurige Realität sind. Huren sind in ihrem sozialen Stellenwert unter allen anderen angesiedelt, obwohl zu ihrer Kundschaft alle sozialen Schichten zählen. „Der Film beschreibt das Alltagsleben von Prostituierten. Dieser Alltag wird durch sehr viel Bewegung und wenig Dialog erzählt“, schildert Regisseur Cajetan Jacob seine konkreten Vorstellungen der Umsetzung. „Wenig Sprache und bloßes Agieren stellen eine noch größere Herausforderung für die Schauspieler dar, weil stille Momente schwieriger zu spielen sind“, ergänzt Produzentin Bettina Hutterer. Drehbeginn ist am 15. Juli an verschiedenen Drehorten im Bezirk.

Link zum Originaltext

   Salzkammergut Rundschau, 30. 05. 2007:
 
Artikel: Hure rettet die Tochter des pädophilen Grafen

 

 

FILMPROJEKT / GRUPPE:filmkunst dreht in der Region Missbrauchsdrama anno 1905 / In einer Kleinstadt der Donaumonarchie blühen Syphilis und ...

Link zum Originaltext
 

   Oberösterreichische Nachrichten, 13. 06. 2007:
  Artikel: Statistensuche für Film über Prostituierte, von Gary Sperrer

 

 

Statistensuche für Film über Prostituierte

SCHÖRFLING. Zwei Filmschaffende aus Schörfling drehen ein Drama namens "Hurenkarussell". Für den Film werden Statisten gesucht. Das Casting findet kommenden Montag im Schörflinger Pfarrsaal statt.

VON GARY SPERRER

Cajetan Jacob (28) und Bettina Hutterer (27) sind eigenen Angaben zufolge in Berlin bekannter als zu Hause in Schörfling am Attersee. Dennoch werden die beiden im Pfarrsaal ihrer Heimatgemeinde ein Casting abhalten, das dort aufgrund des Themas ihres neuen Films zu manch Räuspern oder gar Unverständnis führen könnte. Der Titel des Streifens ist nämlich ziemlich wild.

"Wir sind auf der Suche nach Schauspielerfahrenen und Statisten für unser derzeitiges Filmprojekt ¸Hurenkarussell`, das im Sommer dieses Jahres in Schörfling, Scharnstein und Timelkam gedreht wird", sagt Bettina Hutterer.

Gedreht wird das Prostituiertendrama von Ende Juli bis Anfang August. Die Statistenszenen sind in Timelkam, Gmunden und Scharnstein geplant. Gesucht werden hauptsächlich Männer im Alter von 30 bis 60 Jahren. Hutterer: "Gage kann leider keine bezahlt werden, es gibt aber Verköstigung und viel zu sehen und zu erfahren."

Magdalena Kaim spielt die Rolle der Marie. Foto: Cajetan Jacob

 

   Oberösterreichische Nachrichten, 20. 06. 2007:
  Artikel: Wir brauchen Freier, von Gary Sperrer

 

 

"Wir brauchen Freier" SCHÖRFLING. Die beiden aus Schörfling stammenden Filmschaffenden Cajetan Jacob und Bettina Hutterer suchen derzeit Komparsen für ihren neuen Streifen "Hurenkarussell". Ein Lokalaugenschein.

In dem Film, der unter anderem an Schauplätzen in Schörfling und Timelkam gedreht wird, geht es um eine Prostituierte an der Wende zum 20. Jahrhundert, die ihr Kind vor dessen Vater rettet und damit in einer unmoralischen Umgebung eine moralische Tat setzt.

An die 30 Kandidaten und Kandidatinnen für eine Statistenrolle fanden sich Montagabend im Schörflinger Pfarrheim ein. Gesucht werden vor allem mutige Männer mittleren Alters, die potenzielle Freier in einer Parkszene mimen sollen. Aber auch zwei Polizisten-Komparsen und ein paar kleine Kinder fehlen noch.

Die Statisten in spe werden in historische Kostüme gekleidet. "Vorsicht mit den Kleidern", bittet Bettina Hutterer. "Die sind sehr heikel."

Ein junger Kandidat zieht Hemd, Hose und Gilet an. Auf seinem Kopf hat er eine Melone. Sitzt perfekt. Cajetan Jacob schießt Fotos, aufgrund derer er später die geeigneten Leute auswählt.

"Hurenkarussell" ist Jacobs und Hutterers zweites großes Werk nach "Die Stimme", das ebenfalls teilweise in Schörfling gefilmt wurde.

 

DIE STIMME
Interviews, Berichte, Radiosendungen über uns

 

 
   Radiointerview / Stream: Cultural Radio Broadcast Archive:
      Interview mit Produzentin / Art Director - Bettina Hutterer

alte themen der romantischen kulturepoche werden neu konnotiert - gedreht wird dennoch in s/w. mann/frau darf gespannt sein ...

 


 

 

 



 

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 Oberösterreichische Nachrichten:
      Artikel: Das Gegenteil von MTV:

 

Einen außergewöhnlichen Schritt zurück in der Kinogeschichte wagen drei junge Oberösterreicher. Sie haben sich in der GRUPPE:filmkunst zusammengeschlossen und sich auf Drehbücher, die um die Jahrhundertwende spielen, spezialisiert. "Wir sind einfach verliebt in die Anfänge des Kinos", sagt Produzentin Bettina Hutterer. "Außerdem ist es besser, Zeitkritisches über vergangene Epochen auszudrücken. Wir treffen die selbe Aussage, lediglich von einem anderen Blickwinkel und ein wenig distanzierter."

Gegenpol zu Stress

Lange, durchdacht komponierte Einstellungen, in denen es jede Menge Details zu entdecken gibt, und Licht und Schattenspiele sollen zur Entschleunigung der Zuseher beitragen. "Gerade in der Kunst ist es wichtig einen Gegenpol zu alltäglichem Stress und Schnelllebigkeit zu finden, sagt Hutterer. Regisseur und Drehbuchautor Cajetan Jacob ist überzeugt, dass man sich auf seine Filme einlassen muss. "Meine größte Freude ist es, wenn die Leute visuell oder handlungsbezogen in den Strudel eines Films hineingezogen werden und sich den Bildern hingeben."

Das erste Projekt der Gruppe war eine Dostojewskij Verfilmung, das zweite Werk "Die Stimme" handelt von Melancholie und wird heute um 19:00 Uhr im Linzer Moviemento gezeigt. (je)

  Linzer Rundschau
       
Artikel: Düsterer Film in Schwarz Weiß

 

 LINZ / Einen außergewöhnlichen Zugang zum Medium Film hat die GRUPPE:filmkunst, ein Team junger oberösterreichischer Filmemacher, in ihrem Streifen "Die Stimme" gefunden. Darin schildert Cajetan Jacob, der für Drehbuch, Regie und Kamera verantwortlich ist, wie der Dichter Henri Nerval durch die Trennung von seiner Liebe Sophie in den Abgrund gerissen wird. Der junge Arzt Pierre will Henri helfen, wird aber selbst von der geheimnisvollen Aura Sophies in den Bann gezogen und vergisst jegliche Professionalität...

"Filme gegen den Zeitgeist" will die junge Truppe rund um Cajetan Jacob und Produktionsleiterin Bettina Hutterer laut Eigendefinition drehen. Die Filme werden in Schwarz-Weiß produziert um Lichtgestaltung und Kontraste deutlicher herausarbeiten zu können. Ästhetisch erinnern die Filme an den Stil des "Film Noire", dunkle kontrastintensive Einstellungen erzeugen düstere Grundstimmungen. "Wir sind alle Fans der Stummfilmzeit", nennt Bettina Hutterer einen weiteren Vorbild-Stil.

Die Stimme wurde mit einem Budget von knapp 30.000 Euro in Vorchdorf gedreht und beim Filmfestival von Manila als einziger österreichischer Beitrag gezeigt.

 

  Vöcklabrucker Rundschau
       
Artikel: "Die Stimme" erzählt von tragischer Liebe

 

 

 

 

 

LENZING / Eine echte Alternative zum 08/15-Kino ist am 16. Mai um 20:00 Uhr in den Lichtspielen Lenzing zu sehen. GRUPPE:filmkunst zeigtan diesem Abend "Die Stimme". Cajetan Jacob erzählt in seiner düsteren Charakterstudie die Geschichte vom Verlust einer großen Liebe. Als Sophie und Henri Nerval sich trennen, reißt es beide in den Abgrund. Pierre, ein junger Arzt, möchte Sophies Geliebten helfen. Eines Nachts taucht er bei ihr auf und ist selbst von ihrer geheimnisvollen Aura fasziniert. Als er bei ihr aber nur auf Ablehnung stößt, vergisst der junge Arzt jegliche Professionalität und lässt sich von seiner Eifersucht treiben. Die Probleme der Anderen werden schrittweise zu seinem persönlichen Drama.

Mein Ziel war es, einen kleinen, aber intensiven Film über eine melancholische Liebe zu drehen.Sophie ist ganz Figur des 19. Jahrhunderts. Sie trägt eine große Idee in ihrem Herzen. Sie glaubt an die Absolutheit der Liebe und genau das macht sie zu einer tragischen Gestalt. Pierre ist eine moderne Figur. Er hat sein Studium in Rekordzeit hinter sich gebracht, will alles verstehen, klammert aber seine Gefühlswelt weitgehend aus. "Deshalb trifft es ihn auch so hart, als er ins Fahrwasser fremder Emotionen gerät", so Jacob.

"Die Stimme" war der einzige österreichische Beitrag beim internationalen Filmfestival Eksperimento in Manila und feierte im November 2005 im Schubertkino Premiere. Die Vorführung in Lenzing ist voraussichtlich die letzte in den österreichischen Kinos.

Gedreht wurde der Film ganz in der Nähe: in Schörfling, wo GRUPPE:filmkunst ein eigenes Atelier besitzt - und Vorchdorf. Außenszenen des Jahrhundertwende-Dramas "Die Stimme" spielen auf dem Anwesen der Familie Haidinger in Schörfling. "Die Nonnentracht wurde uns nach eingehenden Recherchen vom Franziskanerinnen Kloster in Vöcklabruck zur Verfügung gestellt", weiß die Produktions Verantwortliche Bettina Hutterer zu berichten.

Mit dem Mainstream gegenwärtiger Filme hat GRUPPE:filmkunst wenig am Hut, ihr Anliegen sind vielmehr "Filme gegen den Zeitgeist". Die Entschleunigung der Bilder, dramatisches Licht und die Besinnung, auf wenige, aber bewusst gewählte Einstellungen verbindet sie eher mit den Anfängen des Kinos. Bevorzugt werden Stoffe, die um die Jahrhundertwende spielen und thematisch auf die Gegenwart verweisen. Bei GRUPPE:filmkunst sind überzeugte Oberösterreicher am Werk, die auch in Oberösterreich drehen. Das Erstlingsprojekt - die Literaturverfilmung "Die Wirtin" nach F. M. Dostojewskij - aus dem Jahr 2002 lief bereits erfolgreich in diversen Programmkinos.

 

 

 

                                                                       Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.  © Cajetan Jacob, 2006